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KinderKinder im Verkehr
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Kinder sind im Verkehr besonders gefährdet, weil sie spontaner reagieren, Entfernungen und Geschwindigkeiten schlechter einschätzen können, nicht über parkende Autos hinwegsehen können etc. Das ist physiologisch bedingt und nicht zu ändern.
Im Jahr 2004 wurden in Düsseldorf bei Verkehrsunfällen 290 Kinder verletzt, davon 37 schwer. Getötet wurde glücklicherweise in diesem Jahr kein Kind.
Weitere Zahlen: immerhin 75 der verletzten Kinder waren Mitfahrer im Auto bzw. auf dem Motorrad. Nur 39 der 278 Verkehrsunfälle mit Kindern passierten auf dem Schulweg, Unfälle geschehen überwiegend in der Freizeit am Nachmittag.
Die Zahl der Schul- und Kinderunfälle hat in den letzten Jahren abgenommen. Eine Studie aus der Schweiz kommt aber zu dem Schluss, dass das weniger auf sichereren Verkehr oder verkehrsgerechtere Kinder zurückzuführen ist, sondern hauptsächlich einfach darauf, dass Kinder kaum noch unbeaufsichtigt auf der Straße sind und häufig von den Eltern chauffiert werden - wegen des starken Verkehrs.
Stadt und Polizei kümmern sich intensiv um die Schulwegsicherung. Wer hierzu weitere Anregungen und Wünsche hat, kann sich an die Stadtverwaltung bzw. die Polizei wenden.
Zur Zeit sind Schulwegpläne in Arbeit, die sowohl für den Schulweg wie für Freizeitziele über die sichersten Wege informieren.
Eine echte Lösung erfordert, dass der Verkehr insgesamt menschen- und kinderfreundlicher werden muss. Es geht dabei um angepasste (und überwachte) Geschwindigkeit, kindergerechte Straßenraumgestaltung u.a.m.
Nicht vergessen werden darf auch, dass gerade Kinder unter den Abgas- und Lärmbelastungen des Straßenverkehrs besonders stark zu leiden haben, so dass der Umstieg auf verträgliche Verkehrsmittel auch zum Schutz der Kinder geboten ist.
Verkehrserziehung muss also ebenso beim Autofahrer und bei Politik und Planern wie beim Kind ansetzen.
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Wegen der Verkehrsprobleme sind Kinder hierzulande immer weniger zu Fuß unterwegs. Das hat motorische Schwächen zur Folge.
Laufen, Turnen, Klettern und Ballspielen machen nicht nur Spaß, sondern trainieren auch Kraft, Koordination und Gleichgewichtssinn.
Bewegung ist nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige Entwicklung unverzichtbar. Das Abgehen von Wegen trägt dazu bei, dass sich die Kinder mit ihrer Umgebung vertraut machen können. Sie lernen dadurch, Orte miteinander in Beziehung zu setzen, sich zu orientieren.
Kinder, die viel mit dem Auto unterwegs sind, lernen zwar einzelne Orte kennen, können diese aber nicht miteinander verknüpfen. Ihnen fehlt die „innere Landkarte”. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Kinder die Wege zur Schule, zu Freunden und zum Spielplatz zu Fuß zurücklegen.
Deswegen will die internationale Kampagne "I Walk To School" das Gehen fördern.
Praktische Infos s. Seite Tipps.
Nachfolgend kann unser kompaktes Faltblatt "Zu Fuß zur Schule" mit vielen Hinweisen zur Mobilität mit Kindern heruntergeladen werden (als PDF-Datei). | | Laufen ist wichtig |
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