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Home > Auto und Taxi > Auto fahren in D. > Verträglich fahren   Druckversion

Verträglich fahren

Tipps für (v)erträgliches Autofahren - Umweltschonender und sicherer durch die Stadt

Viele der nachfolgenden Tipps sind leider nicht so selbstverständlich wie sie eigentlich sein sollten. Das kann nicht nur für andere VerkehrsteilnehmerInnen lebensgefährlich werden, sondern ärgert auch viele vernünftige AutofahrerInnen.
  
 
"Nicht angepasste Geschwindigkeit" ist eine der häufigsten Unfallursachen. Anscheinend ist die tatsächliche physikalische Wucht einer Masse Auto von bis zu 1 Tonne Gewicht mit einer Geschwindigkeit von vielen km/h für Menschen nur schwer sinnlich vorstellbar, wie auch Crash-Demonstrationen auf Sicherheits-Veranstaltungen zeigen. Also: lieber etwas langsamer fahren als man sich eigentlich "zutraut", für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer, aber auch um Energieverbrauch und Umweltbelastung gering zu halten.  Tempo
 
Tempo 30 ist keine Schikane. Bei Tempo 30 verkürzt sich im Vergleich mit Tempo 50 der Anhalteweg von 40 auf 18 m, der Lärm nimmt erheblich ab (s. Info zu Tempo 30). Das ist für Wohngebiete sehr wichtig und sollte auch ohne Straßenumbauten eingehalten werden.  Tempo 30
 
Wenn die Ampel schon länger Gelb oder sogar schon Rot zeigt, heisst das für manche Autofahrer immer noch "Gasgeben". Es kommt dadurch immer wieder zu gefährlichen Situationen z.B. mit Fußgängern. Ist eine Minute Wartezeit mehr wert als ein Menschenleben?  Rotfahrer
 
Der schnellste Weg ist nicht immer der beste. Bitte achten Sie bei Ihrer Fahrtroute darauf, andere Menschen möglichst wenig zu belasten, also: keine Schleichwege durch Wohngebiete, aber auch nicht stundenlang auf Parkplatzsuche herumkurven, nur um ein wenig Zufußgehen zu sparen.  Schleichwege
 
Ein sogenannter "sportlicher" Fahrstil verbraucht viel Benzin und macht viel Lärm, man(n) kommt dadurch aber kaum schneller zum Ziel, wie Tests bewiesen haben, und besonders beeindruckend ist der "Schumi"-Stil auch nicht.  Sportlich
 
Das Handy während der Fahrt in der Hand zu halten ist inzwischen verboten, aber Fachleute meinen, dass Telefonieren im Auto auch mit der Freisprechanlage ablenkt und das Unfallrisiko merklich erhöht. Zur Sicherheit sollte also das Handy während der Fahrt ausgeschaltet sein, aufgezeichnete Gespräche können während einer Pause abgehört und beantwortet werden.  Handy
 
Die Warnblinkleuchte ist keine allgemeine Parkerlaubnis, die 2. Fahrspur keine Parkspur. Parker in 2. Reihe blockieren den Verkehr z.T. kilometerweit - und schimpfen vermutlich besonders kräftig, wenn sie einmal selbst in so einem Stau stehen. Besonders schlimm: wenn Wege für Rettungsfahrzeuge blockiert werden.  2. Reihe
 
Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer, die umweltverträglich und platzsparend fahren, aber auf der Straße relativ ungeschützt vor Unfällen und Abgasen sind. Hier ist Rücksicht angesagt, auch wenn sich Radfahrer nicht immer wie Engel im Straßenverkehr verhalten.
  Radfahrer
 
Einordnen zum Linksabbiegen auf Straßenbahnschienen ist laut StVO nur erlaubt, wenn keine Bahn behindert wird. Bitte bedenken Sie als Abbieger, dass in einer Bahn vielleicht 100 Fahrgäste sind - würden Sie bei einer Schlange von 90 Autos hinter Ihnen ruhig stehenbleiben?  Strassenbahn
 
In Busbuchten darf man kurz halten, wenn kein Bus kommt, muss aber weiterfahren, wenn ein Bus kommt. Wenn der Bus nicht richtig in die Bucht fahren kann, wird das Ein- und Aussteigen für Ältere, Fahrgäste mit Kinderwagen, Kinder u.a.m. sehr schwierig. Und bei der Ausfahrt aus der Bucht sollten Sie dem Bus Vorfahrt geben.  Busbuchten
 
Wenn Straßenbahnen an Haltestellen halten, wollen Fahrgäste ein- und aussteigen. Bitte halten sie als Autofahrer an und fahren sie nicht noch schnell vorbei, es kann sonst zu gefährlichen Situationen mit Fahrgästen kommen.   Haltestellen
 
Straßenbahnen können nicht so schnell bremsen, denn 70 Tonnen auf glattem Stahl zum Stehen zu bringen, geht nicht auf 10 Metern. Wer meint, kurz vor einer Straßenbahn noch wenden oder auch über die Schienen gehen zu müssen, riskiert viel.
  Bahnen im Verkehr
 
Autolärm, Abgase und Unfälle sind keine Naturkatastrophen. Wir können etwas dagegen tun: durch eine verträgliche Fahrweise, durch Umsteigen auf das Rad, Bahn und Bus oder die eigenen Füße wann immer es geht, oder auch durch Initiativen zur Verkehrsberuhigung im eigenen Viertel.  Lärm u. Abgase
 
Beim Autokauf zählen nicht nur "Leistung" und Zubehör, sie sollten auch auf geringen Verbrauch und Schadstoffausstoß, kompakte Größe, wenig Lärm etc. achten. Das spart Energie, Parkraum, Umweltbelastung. Fragen Sie Ihren Autohänder danach! Bei diesen Kriterien hilft übrigens die Autoumweltliste des VCD.
  Auto-Leistung
 
Es gibt ein Leben ohne eigenes Auto! Viel mehr Menschen als heute könnten auf das Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigen, s. dazu einen konkreten persönlichen Erfahrungsbericht. Häufig fehlt es nur an richtigen Informationen (dafür gibt es unter anderem unsere Seiten) oder an etwas Motivation. Der Spruch "Ich bin auf das Auto angewiesen" stimmt bei näherem Hinsehen häufig gar nicht.   Ohne Auto
 
Und wer in der Stadt nur noch ab und zu mal fährt, um Einkäufe zu transportieren oder einen Kurzurlaub zu machen, für den ist es günstiger, Car-Sharing zu machen, als dass ein eigenes Auto 23,5 Stunden pro Tag auf der Straße steht, viel Geld kosten und Parkraum blockiert.  Auto teilen
 


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